Wildkamera mit Bewegungsmelder

Wie wird eine Wildkamera mit Bewegungsmelder richtig positioniert?

Wildkamera mit Bewegungsmelder
Quelle: Verfasser – Minox DTC 550 im Einsatz

„Das beste Werkzeug ist immer nur so gut wie derjenige, der es bedient!“, so lautet eine alte Handwerkerweisheit. Das gilt natürlich auch für den Bereich der Wildkamera mit Bewegungsmelder. Nur wenn eine solche Kamera richtig angebracht und positioniert ist, wird sie die bestmöglichen Ergebnisse in Form von Bildern bzw. Videos liefern.

Worauf Sie beim Anbringen und Positionieren einer Wildkamera mit Bewegungsmelder achten sollten, haben wir in den folgenden Abschnitten zusammengefasst.



Die Montage: Welche Höhe soll ich wählen?

Die Höhe, in der die Kamera montiert ist, spielt eine ausschlaggebende Rolle für die Qualität der später gemachten Videos und Fotoaufnahmen. Den meisten Anwendern wird hier zunächst der Gedanke kommen, die Kamera direkt in Augenhöhe des Wildes (zum Beispiel Rotwild) zu montieren. Wir raten davon ab. Durch die in der Kamera verbauten Infrarot-Dioden bzw. LEDs kann das Wild trotz bester Tarnung gestört oder sogar vergrämt werden.

Besser ist es, die Kamera mit Bewegungsmelder etwas höher aufzuhängen und entsprechend nach unten abzuwinkeln. Dabei sollte darauf geachtet werden, einen Winkel von maximal 20° zu wählen. Auch zur Diebstahlprävention empfiehlt sich die etwas höhere Montage, zumindest bleibt die Kamera so für zufällig vorbeikommende Personen unauffällig.

Wichtig zu wissen ist: Jedes Kameramodell besitzt einen toten Winkel, in der Regel direkt unterhalb der Linse. Dieses nicht einsehbare Areal sollte unbedingt in die Berechnung des korrekten Aufhängewinkels einbezogen werden.


Wie wichtig ist die Wahl der Himmelsrichtung?

Wildkamera mit BewegungsmelderScheint die auf- bzw. untergehende Sonne genau auf die Linse der Wildkamera, so besteht die Gefahr, dass die Aufnahmen viel von der möglichen Qualität einbüßen. Gleiches gilt, wenn die Sonne auf in der Nähe befindliche Zweige scheint und so Schattenspiele verursacht, die den Bewegungssensor stören könnten.

Die Wildkamera mit Bewegungsmelder sollte daher nicht in Richtung Osten oder Westen ausgerichtet werden. Durch die Ausrichtung nach Norden oder Süden vermeiden Sie, dass die Sonne beim Auf- oder Untergehen genau in die Kameralinse scheint.


Vorsicht vor beweglichen Objekten!

Wildkamera mit BewegungsmelderEs wurde bereits angeschnitten: Sofern sich in der Nähe der Kamera leicht bewegliche Objekte befinden, könnten die hochempfindlichen Bewegungssensoren ungewollt auslösen. Somit ergeben sich unnütze Aufnahmen und der Akku der Wildkamera mit Bewegungsmelder entleert sich schneller.

Es sollte daher darauf geachtet werden, das im direkt überwachten Bereich keine dünnen Äste bzw. Bäume oder Büsche vorhanden sind, die sich übermäßig im Wind bewegen. Auch wenn bei den meisten Wildkameras der Bewegungssensor in seiner Empfindlichkeit reguliert werden kann, sind Sie somit immer auf der sicheren Seite. Unerwünschte Bewegungen sollten Sie natürlich auch durch die Kamera selbst vermeiden.

Das bedeutet: Die Kamera muss fest genug mit dem beigefügten Gurt an einem möglichst dicken Baum befestigt werden, der sich selbst nicht sichtbar bewegt.



Der Erfassungsbereich: Welche Rolle spielen Wärme und Kälte?

Jede Wildkamera mit Bewegungsmelder besitzt einen vom Hersteller definierten und durch die verbaute Technik begrenzten Erfassungsbereich. In der Regel liegt dieser zwischen 5 und 20 m. Selbstverständlich sollte die Kamera so montiert werden, dass das zu überwachende Areal genau im Erfassungsbereich liegt.

Bildquelle: Verfasser 

Durch verschiedene Temperaturen kann sich jedoch der Erfassungsbereich erweitern oder verkürzen. Grund dafür ist die Kombination von Bewegung und Körperwärme, die von den zu erfassenden Objekten – also vom Wild – ausgeht. Je deutlicher sich die Wärme des Tieres von der Umgebungstemperatur unterscheidet, desto besser kann die Kamera dieses erfassen.

Daher vergrößert sich der Erfassungsbereich einer Wildkamera mit Bewegungsmelder in der kalten Jahreszeit, während er sich in Frühjahr und Sommer verkleinert. Auch dies sollte bei der Montage unbedingt bedacht werden.


Kirrung / Fütterung oder Wildwechsel: Was möchten Sie überwachen?

Zu guter Letzt möchten wir uns der Frage widmen, zu welchem Zweck die Wildkamera mit Bewegungssensor überhaupt eingesetzt werden soll. Es spielt hinsichtlich der korrekten Montage und somit im Hinblick auf die bestmöglichen Ergebnisse eine entscheidende Rolle, ob Sie die Kirrung bzw. Fütterung von Wild oder den Wildwechsel überwachen möchten.

Wildkamera mit Bewegungsmelder
Bildquelle: Verfasser mit Seissiger Wildkamera an der Saukirrung

Das bedeutet konkret: Bei der Kirrung und/oder Fütterung verharrt das Wild in der Regel im Erfassungsbereich der Kamera, wodurch die Überwachung deutlich einfacher ist als beim Wildwechsel, da hier das Wild auf einem berechenbaren Pfad an der Wildkamera mit Bewegungsmelder vorbeizieht.

Somit kommt es beim Wildwechsel also darauf an, dass die Kamera einen möglichst großen Erfassungsbereich besitzt und zudem schnell auslöst, also eine geringe Auslöseverzögerung besitzt. Dies sollte schon beim Kauf einer Wildkamera mit Bewegungsmelder bedacht werden, doch auch bei der Montage gibt es einige Kniffe, mit denen sich die Ergebnisse verbessern lassen.

Da sich Objekte, die direkt bzw. frontal auf die Kameralinse zukommen, in der Regel schlechter und somit nur verzögert erfassen lassen, sollten Sie darauf achten, die Wildkamera stets schräg in einem spitzen Winkel zur Zugbahn des Wildes auszurichten. Das erhöht die Chancen auf gute Aufnahmen erheblich!


Fazit: Mit wenigen Kniffen zur perfekten Wildaufnahme

Wildkamera mit BewegungsmelderIndem Sie die hier vorgestellten Tipps und Tricks in die Praxis umsetzen, können Sie das volle Potenzial Ihrer Wildkamera mit Bewegungsmelder ausschöpfen.

Manche Tipps müssen nur einmal beachtet werden (bei der Erstmontage der Kamera), andere dagegen je nach Temperatur und Jahreszeit – zum Beispiel das Einstellen der Empfindlichkeit des Auslösers. Diese geringen Zusatzarbeiten sollten es Ihnen jedoch wert sein.


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